Wie alt ist Ihre Seele?

Wie alt ist Ihre Seele?

Von Seele, Wachstum und Bewusstsein

„Das ist eine ganz alte Seele!“ sagt man manchmal. Und spricht damit etwas an, was in der Seelenlehre der Archetypen eine zentrale Rolle spielt. Denn das Alter unserer Seele bestimmt unseren Sinn, unsere Aufgabe und unser Bewusstsein. Und somit ist es eine ganz besondere Inspiration und Vertiefung von Verständnis von sich selbst und der Welt, unser Seelenalter zu kennen.

(Und wie wohl immer, wenn Modelle der beschreibbaren Wirklichkeit nahekommen, finden sich Parallelen zu anderen Konzepten: Ein wesentlicher Teil der Lehre ist übrigens nahezu deckungsgleich mit den Bewusstseinsleveln der Spiral Dynamics von Graves und Beck/Cowan bzw. dem integralen Ansatz von Ken Wilber. Aber das nur nebenbei.)

Was bedeutet Seelenalter?

Die Lehre der Archetypen geht davon aus, dass unsere Seele nicht nur ein Leben, sondern eine ganze Reihe von verschiedenen Existenzen auf dieser Erde verbringt.

Diese Vorstellung von Re-Inkarnation, also dem „Zurück ins Fleisch gehen“, ist übrigens Bestandteil der allermeisten spirituellen Konzepte. Nicht nur der Buddhismus, sondern auch Islam und Christentum gehen davon aus – zumindest gibt es in den Büchern verschiedene Passagen, die sich leicht und direkt so deuten lassen. Präzise soll es in den christlichen Apokryphen stehen, und auch der Koran sagt z.B. in Sure 20:55: „Aus ihr (der Erde) haben wir euch erschaffen, und in sie bringen wir euch zurück, und aus ihr bringen wir euch ein andermal heraus.“

In der Lehre der Archetypen ist die Entwicklungs-Reise der Seele einer klaren Struktur und folgerichtigen Abfolge unterworfen. Auch sie richtet sich, wie alles in diesem Konzept, nach Notwendigkeit und energetischen Prinzipien.

Irdische Bedingtheiten und der Sinn der Inkarnationsreise

Die Seele hat hier auf der Erde einen besonderen Auftrag: Sie will erkunden, was Mensch sein bedeutet, was also Leben in der Dualität und weiteren Bedingungen menschlicher Existenz heißt.

Faktoren irdischer BedingtheitNebenstehend sind diese Bedingtheiten aufgeführt. Aus diesen Bedingtheiten resultieren auch die Lern- und Entfaltungsthemen, mit denen unsere Seele sich in den verschiedenen Seelenaltern befasst. Dabei wiederholen und verfeinern sich die Erfahrungen in 5 verschiedenen Zyklen wie Oktaven des gleichen Grundthemas und prägen so unterschiedliche Weise unsere Existenz. Gar nicht so leicht also, solch ein Leben.

Die Zyklen der Seelenalter

Fünf Zyklen (mit jeweils 7 Entfaltungsstufen, auf sie gehe ich später ein), genannt

  • Säugling-Seele
  • Kind-Seele
  • Junge Seele
  • Reife Seele
  • Alte Seele

bergen, analog zur biologischen Entwicklung, unser jeweiliges Potential von Bewusstheit.

„Die seelischen Beziehungen“, so schreibt Frank Schmolke im Vorwort des Buches von Dr. Varda Hasselmann / Frank Schmolke, „Junge Seelen – Alte Seelen“ (JSAS), Goldmann Arkana 2016, Seite 10, „greifen […] auf körperliche Entwicklungsphänomene im Sinn einer Analogie zurück, um eine bessere Verständlichkeit zu erreichen. Ein Unterschied besteht jedoch zum Beispiel darin, dass ein gesunder erwachsener Mensch psychisch zwar reifen kann, aber nicht muss. Die Seele hingegen reift mit jeder einzelnen Stufe ihrer Entwicklung. Für unsere Sehweise ist die Trennung von seelischer und psychischer Entwicklung zentral. Seelische Entwicklung geschieht von selbst, und zwar dadurch, dass man lebt. Sie kann vom Menschen nur akzeptiert oder abgelehnt werden.“

Alle Seelenalter sind gleich wertvoll und stellen keinerlei Hierarchie dar. Man würde ja auch nicht behaupten, eine 70jährige sei mehr wert als eine 7jährige. Dass die beiden jedoch sehr unterschiedliche Horizonte, Bedürfnisse und Werte haben, ist auch klar.

Ein Mensch wird also auf einer der 35 Seelenaltersstufen geboren und bleibt in aller Regel sein gesamtes Leben in ihr verankert. Somit stellt die jeweilige Stufe auch das potentielle Bewusstsein eines Individuums dar.

Das Ziel dieser Reise durch alle Stufen ist es, Erkenntnis und Liebesfähigkeit durch die Erfahrungen im Irdischen anzureichern und diese Informationen energetisch den geistigen Welten zugänglich zu machen. Diese wachsende Erfahrung wird nach der Archetypischen Seelenlehre in jeweils immer komplexerem Bewusstsein und weiter entwickelter Form geschehen.

Die zwei Ebenen: Seele und Körper

Weswegen ist es manchmal so kompliziert, innerhalb der eigenen Herkunftsfamilie gute und verständnisvolle Beziehungen zu haben? In den Familienaufstellungen hatte ich gelernt, dass es heilsam sei, die Eltern als „die Großen“ zu betrachten. Und ja, für ein Gefühl der Dankbarkeit und für das Annehmen und Integrieren von deren Potential war das auch für mich persönlich ein guter Zugang. Und doch war das manchmal nicht stimmig. Wie kommt das?

Wenn zum Beispiel ich als Tochter ein wesentlich höheres Seelenalter habe als Mutter oder Vater, zeigen sich zwei Ebenen: Das Geben und Nehmen auf der Ebene des Biologischen, der Blutsverwandtschaft, und die Ebene der Seele. So verstand ich, weswegen es auch passend sein kann, als Tochter die Rolle der Beraterin für die Mutter zu haben. Wie es bei mir war.

Jede Seele erfüllt ihren Sinn

Die gute Nachricht: Ausnahmslos jede Seele (also auch Ihre!) kommt irgendwann an das Ende ihrer Inkarnationsreise und erfüllt ihre Aufgaben. Manche schneller, bei manchen dauert es länger. Der Seele ist die Geschwindigkeit völlig gleich. Und auch, ob ein Leben nur sehr kurz ist oder die Erfahrung von Altsein für ihre Erkundung des spezifischen Themas braucht – alle Leben sind vollständig und wertvoll. Insgesamt sind es bei 2-4 Leben pro Stufe also ungefähr 100 Inkarnationen, die unsere Seele dafür nutzt. Im Folgenden erläutere ich die Bedeutung der Zyklen.

(Anmerkung: Manche der unten stehenden Aussagen mögen vielleicht zunächst befremdlich und „kalt“ klingen. Hier ist es hilfreich sich zu erinnern, dass die Seele keine Wertung kennt. Vom Blickwinkel der Seele aus gesehen ist jede Erfahrung gleich wertvoll. Egal ob sie physisch oder psychisch angenehm oder unangenehm ist, jede dient gleichermaßen der Anreicherung von Bewusstheit. Natürlich stellt diese Sichtweise nicht infrage, sich für die Verbesserung von Lebensbedingungen einzusetzen. Es sind einfach zwei völlig verschiedene Ebenen der Betrachtung, das Seelische und das Irdische.)

Die 5 Zyklen der Bewusstseinsreife
Zyklus 1: Die Säugling-Seele

Stufen Säugling-SeeleBei der ersten Inkarnation, die eine Seele in Kontakt mit den Bedingtheiten dieser Welt bringt, erfährt sie: Hier ist alles anders als in anderen Welten! Dualität und Polarität, Zeit und Raum, Materie, Körperlichkeit, die Verletzlichkeit und Vergänglichkeit des Körpers, die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und die Folgen dieser Entscheidungen zu tragen sind Gegebenheiten, die es zu erkunden gilt.

Der 1. Zyklus der Säugling-Seele befasst sich mit dem Grundthema, was es bedeutet, einen Körper zu bewohnen und biologische Beziehungen zu leben. Hunger, Verletzbarkeit, sexuelle Bedürfnisse, menschliche Nähe, Sprache, Wandel und Veränderung sind wesentliche Erfahrungen.

Spirituelle Vorstellung der Säugling-Seele

Die Vorstellung von Spiritualität von Säugling-Seelen ist die des Animismus. Für sie bewegen Geister die Welt, alles in der Natur um sie herum scheint mit Göttern besetzt. Und man muss sich, um das Überleben zu sichern, gut mit ihnen stellen.

Bewusstsein der Säugling-Seele

Das Bewusstsein eines Menschen auf der siebten Stufe einer Säugling-Seele ist vergleichbar mit dem eines Kindes von 0 bis 16 Monaten. Nachrichten wie die von einer Mutter, die ihre Kinder in die Tiefkühltruhe legt, weil sie ihre Nachkommen nicht als ihr zugehörige und zu schützende lebende Wesen begreifen kann, moralische Forderungen und Verantwortlichkeiten außerhalb ihrer Möglichkeiten liegen, lassen sich so anders verstehen.

Lebensräume der Säugling-Seele

Besonders häufig inkarnieren sich Säugling-Seelen in Südamerika und Afrika, da Kultur und soziale Gegebenheiten hier ein passendes Fundament bieten. Hier haben sie auch die Möglichkeit, ihren Körper (Dank der hohen Sterblichkeit) ohne Aufsehen schnell wieder zu verlassen. Etwa 5 % der Weltbevölkerung machen Säugling-Seelen aus.

Zyklus 2: Die Kind-Seele

Stufen Kind-SeeleDie nächste Phase ist die der Kind-Seele mit der künstlerischen Energie 2. Hier geht es darum, sich mehr und mehr als ein Individuum zu erfahren, mehr Selbständigkeit und Formen von Kreativität zu entwickeln.

Kind-Seelen sind, da es um erste Erkundungen von Ich und Getrenntsein geht, noch nicht in der Lage, empathisch und verantwortungsvoll zu sein. Sie können sich nicht in andere hineinversetzen und auch die Folgen ihrer Handlungen noch schwer überblicken. Sie sind liebevoll und angstvoll, ohne es zu wissen, und von Minute zu Minute kann das eine ins andere umschlagen. So wie eben ein Kind liebevoll und zugewandt mit einer Fliege spielt – um im nächsten Augenblick neugierig zu probieren, mit wie wenig Beinen sie sich gerade noch fortbewegen kann.

 „Intelligenz und Seelenalter sind nicht aneinander gekoppelt. […] Die Intelligenz vieler Kind-Seelen befähigt sie durchaus, eine höhere Schule zu besuchen, falls es ihr Wunsch sein sollte. Meist ist es jedoch nicht so, und dies liegt nicht an einem Mangel an Intelligenz. Die mentalen Begabungen sind bei den Kind-Seelen genauso breit gestreut wie im übrigen Bevölkerungsanteil.

 Es liegt vielmehr daran, dass Kind-Seelen über wenig Durchhaltevermögen verfügen, keine Neigung verspüren, Verantwortung zu übernehmen, und kaum die Möglichkeit kennen, die Erfüllung ihrer Wünsche auf lange Zeit aufzuschieben. Sie vermögen nicht ohne Weiteres in die Zukunft zu investieren, denn Zukunft bedeutet ihnen wenig. Im Allgemeinen leben sie von heute auf morgen; schon das Übermorgen bereitet ihnen Schwierigkeiten, wenn es Lebensplanung, Geld sparen oder Vorräte anlegen betrifft. Kind-Seelen brauchen Berufe, die keine wesentliche Eigenverantwortung oder persönliche Strategie erforderlich machen.“ (Aus: JSAS, Seite 129f)

Spirituelle Vorstellung der Kind-Seele

Kind-Seelen bilden Hochkulturen mit sehr expressiven künstlerischen Produkten, wie z. B. viele Bauten in hinduistischen Regionen bezeugen. In ihrer polytheistischen Welt müssen die übermenschlichen Götter besänftigt werden – durch Menschenopfer und in weiterer Entwicklung mit Tieropfern.

Lebensräume der Kind-Seele

Schon mal Bollywood-Filme gesehen? Vor allem in Asien mit seinen bunten und spielerischen Ausdrucksformen findet man viele der etwa weltweit 15% Kind-Seelen mit ihrem Bewusstsein von etwa 2-16 Jahren. Bali etwa bewohnen 70% Kindseelen, 20% Junge Seelen und ca. 10% Alte und Säuglingseelen.

Zyklus 3: Junge Seelen

Stufen Junge SeeleDer Jungmanager in meinem Kommunikationstraining erkundigt sich am ersten Tag sehr genau nach meiner Qualifikation. Welche Ziele er denn erreichen könne mit meinen Tipps, fragt er schon vorab. Die Übungen macht er schon mit, doch meine ich zu spüren, dass ihm alles viel zu langsam geht. Vor allem die Auswertungsrunden ringen ihm eine Menge Geduld ab. Er verdreht leicht die Augen, als ich mit einer „Befindlichkeitsrunde“ den zweite Tag eröffne. Wie es ihm ginge? Na, er wolle hier möglichst viel mitnehmen, um mit seinen Mitarbeitern effektiver arbeiten zu können und mehr Klarheit in seine Anweisungen zu bekommen. Am liebsten sei ihm, eindeutige Vorgehensweisen zu erhalten. Sein Feedback am Ende: „Oha“, habe er zunächst gedacht, als er mich kennenlernte, „das wird ein Weichei-Esoseminar“. Dass es doch so viele konkrete Hinweise gegeben hätte, findet er gut. Aber dass Gefühle in der Kommunikation eine so großen Rolle spielen sollen, na, das müsse er erst noch mal schauen. Die Mitarbeiter sollen letztendlich doch spuren und funktionieren. Dafür wird man doch Führungskraft!  

Eine ziemlich typische Haltung einer Jungen Seele, deren Anteil den größten in der Weltbevölkerung ausmachen. Diesem Seelenalter entspricht der Grundenergie des Kriegers mit dem Prinzip „Kämpfen“. Mit ihrem Bewusstsein entsprechend etwa 15 bis 35 / 45 Jahren geht es der Seele in dieser Phase darum, über Abhängigkeit und Hilflosigkeit hinauszuwachsen und sich selbst als Gestalterin ihres Lebens zu erfahren. Dazu gehört es, Grenzen auszuloten, Ich-Stärke und Durchsetzungskraft zu erkunden. Das Prinzip des „Man muss nur wollen!“ prägt diese Phase, und Erfolg, Reichtum, Macht sind erstrebenswert. Erinnert Sie das an so einige Power-Seminare in Großveranstaltungen? Stimmt!

Und kennen Sie alte Westernfilme? Da weiß man sofort, wer der Gute und wer der Böse ist: Die Guten tragen nämlich weiße Hüte, die Bösen schwarze (außer bei Adam von der Ponderosa 😉). So schwarz-weiß, hopp oder topp ist auch das Weltbild der Jungen Seele (das sich bei Jung Stufe 7 schon aufzulösen beginnt.)

Werte wie Treue, Loyalität, Disziplin und Strebsamkeit sind ihr vorrangig. Fortschritt ist wichtig und bedeutet für sie immer ein Mehr an Geld, Schönheit, Anerkennung und Bestätigung. Als Kämpfer zählt das Gewinnen – Psychologisches hat eher Exotenstatus. Und die Junge Seele sie neigt dazu, sich allmächtig zu fühlen, definiert sich über den Konflikt zwischen dem erstarkenden, nach Autonomie strebenden Ich und dem Bedürfnis nach Eingebettetsein in ein starkes Wir. Junge Seelen bewegen also auch viel in der Welt, forschen, bauen auf, erschließen und erobern.

Spirituelle Vorstellung der Jungen Seele

Während in frühen Stufen der Jungen Seele noch der Ahnenkult eine Rolle spielt, sind es später strenge Formen des Monotheismus, wie sie im Christentum, im Islam und Judentum wesentlich sind. Es gibt für sie eine eindeutige Wahrheit, entsprechende Regeln und Hierarchien, Freund und Feind. Daher entspricht es der Jungen Seele auch, für ihre Überzeugungen zu kämpfen – with God on their side!

Auch in dieser Phase ist es dem Bewusstsein noch nicht möglich, empathisch zu sein. Wie könnte man sich auch sonst so herzhaft und im vollem Gefühl von Fug und Recht die Köpfe einschlagen? Die Aufgaben einer Jungen Seele, die der Kriegerenergie entspricht, drehen sich ja um die Erkundung von Pioniergeist, von Möglichkeiten und Grenzen, daher ist sie auch nicht daran interessiert, sich zu reflektieren. Auch das ist für diese Phase „richtig“.

Wenn es Probleme gibt, dann sind sie dazu da, um gelöst zu werden. Sie werden also deswegen im allgemeinen keine Jungen Seelen in Selbsterfahrungsseminaren finden. Das, so finden sie, ist was für Esos und Warmduscher, die lauter Probleme haben, die keine sind.

Die Junge Seele ist verstärkt auf Spiegelung und Bestätigung angewiesen und fragt sich erstmals: „Wer bin ich, was bin ich?“ Doch nicht im Sinne von Hinterfragen, sondern für das Messen der eigenen Stärke.

„Aber ähnlich wie Vierzehnjährige aufgrund ihres Entwicklungsstands gegen alles den Aufstand proben müssen, was die Älteren ihnen an Modellen vorführen, so braucht auch die frühe Junge Seele zunächst einmal eine Weile ein Gegenmodell, das einen Abscheu erzeugt gegenüber allem, was angeblich von ihr verlangt wird. Moral und Sittlichkeit sowie ihre Durchbrechung spielen im gesamten Jungen Zyklus eine erhebliche Rolle.

Aber die Moralvorstellungen der älteren Seelen können nicht zugleich die Moral der jüngeren sein. Sich »unmoralisch« zu verhalten ist für Junge Seelen einerseits eine Notwendigkeit, die in Bezug auf die Entwicklung von Karma von Interesse ist; andererseits ist solches Tun eine Herausforderung an die Grenzsetzungen und die Gesetze einer Gesellschaft. Diese werden den von kriegerischem Optimismus getragenen Menschen mit einer Jungen Seele (Energie 3) nicht selten an eine Felswand der Normen schmettern lassen. Rechtsprechung und Verfassung eines Landes werden von späten Jungen und von Reifen Seelen entworfen und durchgesetzt. Diese Regeln nicht zu akzeptieren, sie zu ignorieren oder gegen sie zu rebellieren, das ist die seelische Aufgabe der frühen Jungen Seele.

Eine Kind-Seele hingegen begreift oft gar nicht, was von ihr erwartet und verlangt wird. Sie verzeichnet nur, ob sie gelobt oder gestraft wird. Eine frühe Junge Seele hat jedoch ein Bewusstsein von Widerstand und Gegenposition. Sie will sich nicht beugen; sie muss gegen das Etablierte kämpfen. Der kriegerische Wunsch ihrer Seele nach Auseinandersetzung soll befriedigt werden. Deshalb ist in den frühen Stadien des Jungen Zyklus eine erhebliche Ablehnung dessen zu verzeichnen, was ältere Seelen für Recht, Anstand, Problembewusstsein und Ordnung halten.

In den vielen Millionen Junger Seelen, die in Deutschland leben, sind allerdings alle Stufen dieses Seelenzyklus nahezu gleichermaßen vertreten. Sie stellen die Mehrheit der Bevölkerung dar. Für ihre sämtlichen Bedürfnisse ist gesorgt; Widerstand und Widerspruch gegen Gesetze und Normen werden nicht mit dem Tod bestraft. Der allfälligen Rebellion wird aber allzu oft mit einem erheblichen oder sogar übertriebenen Verständnis begegnet, das einer frühen Jungen Seele nicht guttut, weil es den Kampfgeist erlahmen lässt, wenn sich der Gegner eine Hand auf den Rücken bindet. Reife Seelen aber wollen üben, Verständnis zu haben.“ (JSAS Seite 226f)

Ein paar Beispiele mögen dieses Seelenalter illustrieren. Paris Hilton zum Beispiel, eine Künstlerseele auf der 1. Stufe des Jungseelenalters, hat als Entfaltungsaufgabe „Ich und Körper sind identisch“. Zu ihr gehören oft extreme Bedürfnisse, seinen eigenen Körper zu „gestalten“. Donald Trump soll als Junge Seele auf der 2. Stufe erkunden: „Ich gestalte die Welt, wie sie mir gefällt“. Einen maximale Macht zu gewinnen und „Fußspuren zu hinterlassen“ erfüllt sich darin.

Gegen Ende des Jungseelenzyklus hat der Mensch mit den Themen „Mein Verhalten stiftet Lebenssinn“ (Stufe 6) bzw. „Ich trage Verantwortung“ (Stufe 7), wie es zum Beispiel Wladimir Putin lebt, das subjektive Gefühl: Ich habe den Zenit erklommen, ich bin an der Spitze angekommen.

Weitere Beispiele für Junge Seelen

Für Säugling-Seelen und Kind-Seelen liegen keine ermittelten Beispiele vor, das liegt daran, dass solche Menschen in aller Regel keine Berühmtheit erlangen, da das nicht ihren Aufgaben und ihrem Bewusstsein entspricht.

Junge Seelen sind z. B. Roald Amundsen (Stufe 1), Saddam Hussein, Idi Amin (Stufe 2), Nero, Stalin, Billy Graham, Victor Orbán (Stufe 3), Maria Theresia von Österreich, Ajatollah Chomeini, James Cook (Stufe 4), Gerhard Schröder, Aristoteles Onassis, Fritz Thyssen (Stufe 5), Claudia Roth, Mao Tse-tung, Florence Nightingale, Evita Perón (Stufe 6), Frank Sinatra, Elvis Presley, Dieter Bohlen, Thomas Gottschalk (Stufe 7).

Zyklus 4: Die Reife Seele

Stufen reife SeeleCoaching. Mir gegenüber sitzt eine neue Klientin. Sie erzählt, dass sie schon länger mit dem Gedanken an Unterstützung gespielt habe. Nun endlich hätte sie sich aufgerafft, jetzt sei sie aber doch ziemlich aufgeregt. Sie mache sich Gedanken über ihre Schlafstörungen, und es sei doch sicherlich kein Zufall, dass sie regelmäßig gegen vier Uhr morgens wach würde. Was das wohl zu bedeuten habe? Nein, ihr Beruf würde sie nicht erfüllen. Ständig gebe es Konflikte mit der Chefin, und sie würde sich so wenig gesehen fühlen in all ihrem Bemühen. Ob es da vielleicht doch noch etwas anderes gäbe, und was wohl ihre Berufung sei? Ihr Freund verstünde all ihre Gefühle nicht – das würde sie aber auch schon von ihren Eltern kennen. Vor allem von der Mutter… Ob sie wohl doch mal eine Aufstellung machen solle?

Mit dem Erreichen des Reifseelenalters, welches der Gelehrtenenergie mit dem Prinzip Lernen/Lehren entspricht, beginnt das individuelle Bewusstsein mit der Introspektion. Der Blick richtet sich also immer mehr nach innen, entdeckt dort neue, dunkle Welten. Daher ist vor allem auf den ersten beiden Stufen das Leben mit schwerster Irritation und dem Gefühl von Unsicherheit verbunden, denn Sie erinnern sich: Die Seele kommt gerade vom geglaubten Zenit ihrer Kraft. Die Seele liebt es nun, Dinge und sich selbst zu problematisieren, sich empathisch in Beziehung zu setzen, sich zu hinterfragen. In diesem Zyklus werden auch karmische Verstrickungen, die auf den vorigen Stufen geknüpft wurden, gelöst. Verantwortung zu fühlen für die Folgen seines Handelns ist das zentrale Thema.

Die Reife Seele liebt also zwischenmenschliche Probleme. Warum? Weil Schwierigkeiten in Beziehungen und das Abwägen von Moralvorstellungen das Erkunden der inneren Motive fördern. Deswegen werden auch Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung zunehmend interessant, Psychologie spielt eine immer größere Rolle im Interessenfeld der Reifen Seele. Daher können eine Reife Seele auch klare Zuordnungen wie „richtig oder falsch“ nicht mehr befriedigen. Differenzierungen und das Betrachten der Grautöne wird unerlässlich. Wenn Sie also bis hierher gelesen und sich gefragt haben: Was bin wohl ich?, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie mindestens eine Reife Seele sind.

Zur Reifen Seele gehört auch, dass sie Lieblosigkeit immer schwerer ertragen kann. Die Frage: „Und was stimmt für mich?“ wird vorrangig. Beziehungen werden nur noch aus Liebe eingegangen. Und deswegen auch gelöst. (Das erklärt unter anderem auch die Höhe der Scheidungsrate in den westlichen Ländern. Denn nur eine lebenslange enge Beziehung bietet ihr meist zu wenig Erfahrungsraum.)

Die vorrangigen Werte sind nunmehr Einfluss statt Macht, Wohlstand statt Reichtum, Mitgefühl statt Gewinnen. So werden Themen, die sich mit Abhängigkeit, Schuld und Unschuld und Vertrauen befassen vital.

Spirituelle Vorstellung der Reifen Seele

Spätestens ab der 6. Stufe des Reifseelenzyklus ist für einen Menschen der Einfluss und die Eingebundenheit in die spirituellen Dimensionen unabweisbar. Nach einer Phase des Atheismus zu Beginn des Zyklus ist es der späteren Reifen Seele ein Bedürfnis, eigene Formen und persönliche Bezüge zum Göttlichen zu finden. Das Bewusstsein entspricht dem biologischen Alter von ca. 35-65 Jahren.

Beispiele für Reife Seelen

Vor diesem Hintergrund erstaunt es auch nicht, dass z.B. Angela Merkel als Reife Seele auf der 4. Stufe sich von einem Donald Trump unverstanden fühlen muss. Ihre Entfaltungsaufgabe „Aus Liebe auf Wesentliches verzichten“ lebt ihre Seele – egal ob man ihr als Person politisch folgen mag – vorbildlich, verzichtet sie in ihrem Amt aus Liebe zu ihrem Land doch auf jegliche persönliche Freiheit. Und Barack Obama als ein König auf der Stufe Reif 6 zieht natürlich eine andere Wählerschicht an als Trump, und er fühlte sich von Merkel sicherlich auch eher verstanden.

Und wo wir schon bei Politikern sind: Helmut Schmidt als Reife Seele auf der 5. Stufe war damit befasst, „Leben und Schicksal anderen anzuvertrauen“. In seiner invers gelebten Form hat er vielfach erfahren, dass andere sich ihm anvertrauten, man denke nur an die Hamburger Sturmflut oder Mogadischu.

Weitere Beispiele für Reife Seelen

König Ludwig von Bayern, Eva Braun (Stufe 1), Rolf Hochhut, Marilyn Monroe, Edmund Stoiber (Stufe 2), Otto Fürst von Bismarck, Papst Benedikt XVI. (Josef Ratzinger), Hilary Clinton (Stufe 3), Papst Franziskus, Vincent van Gogh (Stufe 4), Steve Jobs, Günter Jauch, Charles Darwin (Stufe 5), Martin Luther King, Herbert von Karajan, Königin Elisabeth II. von England (6), Michail Gorbatschow, Peter Ustinov, Michael Jackson, Napoleon Bonaparte (Stufe 7)

Lebensraum Reifer Seelen

Reife Seelen sind zurzeit in Deutschland mit etwa 25 – 30% vertreten – ein relativ hoher Prozentsatz. Auch andere Länder, die sich in demokratischen Toleranzprinzipien üben, sind Reif-Seelen geprägt. Die USA als ein mehrheitlich Jungseelenland werden also unsere Bestrebungen vielfach nicht nachvollziehen und teilen können.

Zyklus 5: Die Alte Seele

Stufen Alte SeeleEine Forschungsgruppe zum Thema Spiritualität. Ich habe mich bereit erklärt, das gemeinsame Wochenende zum Thema Führung zu moderieren. Schnell merke ich, dass meine Planung so nicht aufgeht, denn es ist allen wichtig, aus dem Augenblick heraus zu prüfen, ob der nächste Schritt wirklich stimmig ist. Gut, dass ich einfach verschiedene Materialien und Ideen in petto habe, denn hier ist meine ganze Erfahrung gefordert.

Wir beschließen, uns in Arbeitsgruppen aufzuteilen, jede wählt ihr eigenes Thema. In einer Stunde wollen wir uns wieder im Plenum treffen. Alle sind wieder da, nur eine Gruppe ist wie vom Erdboden verschluckt. Nach zwei Stunden kommen sie fröhlich lächelnd in den Raum zurück. Ergebnisse? Na, sie hätte auch über das Thema gesprochen, seien dann aber doch lieber in die Sauna gegangen…

Der fünfte Zyklus ist der der Alten Seele mit der Energie 5 des Weisen, ihr Thema ist das der Individuation. Über die Entfaltungsaufgabe der ersten Stufe „Aus innerer Überzeugung gegen die geltende Moral handeln“ erschließt sich die Seele eine wesentliche erste Erfahrung von Anderssein. Dafür ist es notwendig, sich von den Ansprüchen der Gesellschaft loszulösen.

Aber Alte Seele sein macht auch einsam. Das empfinden Alte Seelen als ein Grundgefühl ihrer Existenz. Und zugleich gibt es da diese Sehnsucht nach Alleinsein. Menschenmengen? Furchtbar!

Überhaupt verliert das Irdische nach und nach immer mehr an Bedeutung, und sich den gesellschaftlichen Lebensformen und Ansprüchen anzupassen fühlt sich mühselig an. Seine eigene Wahrheit zu leben wird unabdingbare Forderung der Alten Seele. Dafür wird die Verbindung zu den Geistigen Welten enger und astrale Kontakte werden bewusster gesucht.

Wie auch bei Menschen in biologisch höherem Lebensalter nimmt die körperliche Empfindlichkeit zu, oft wird der Leib und das Irdische geringschätzt. Auch Partnerschaften, vor allem Elternschaft ist für den Erfahrungsschatz einer Alten Seele nicht mehr zentral. Liebe wird in allen Dingen und Formen der Beziehung gesucht und gefunden.

Im Allgemeinen sind Lust und Freude statt Pflicht für eine Alte Seele der angemessene Motor. Fragen wie“ „Wie gehe ich weise mit meinen Bedürfnissen, meinen Körperkräften und meinen Sehnsüchten um? Wozu habe ich in diesem Leben wirklich Lust?“ treten in den Vordergrund.

Für eine Alte Seele, deren Energie mittlerweile eine hohe Schwingung angenommen hat, wird immer weniger das Tun, immer mehr das Sein und ihre energetische Ausstrahlung wirksam und wesentlich.

Eine Ausnahme bildet da die 3. Stufe mit der Entfaltungsaufgabe „Präzise Innenschau mit einer aktiven Außenwirkung verbinden“, der auch die Priesterseele Ken Wilbers zugehörig ist. Auch Hildegard von Bingen, Rudolf Steiner oder Mutter Theresa zählen dazu. Hier verbindet sich die altseelenhafte Weisenenergie 5 mit der kriegerischen Energiezahl 3 und nimmt oft noch einmal gesellschaftswirksame Fahrt auf.

„Es geht also für die Alte Seele eher darum wahrzunehmen, was sich in ihr bewegt hat, als zu untersuchen, was sich gerade tut. Im Nachhinein zu erkennen: »Aha, das hatte diesen und jenen Sinn« oder »Diese Reaktion von mir war nicht vorauszuberechnen« oder »Ich hatte Regungen, von denen ich nichts ahnte, die sich aber in meinen Urgründen ständig manifestierten und mich lenkten und leiteten« – das stellt eine ganz andere Schicht der Erkenntnisfähigkeit dar. Sie wird vorwiegend durch Muße, Abschalten, Nichtstun gefördert und nicht wie bei der Reifen Seele durch ein aktives, bemühtes analytisches Hinschauen, möglichst auch mit Hilfe anderer Menschen oder Therapeuten.“ (Aus: JSAS Seite 352f)

„Eine Alte Seele hingegen macht sich nur selten die Mühe, das, was sie in sich selbst entdeckt hat, der Welt als Bekenntnisliteratur mitzuteilen. Selbstanalyse ist nicht mehr ihr Hauptanliegen. Vielmehr ist sie aufgrund ihrer Weisen-Qualität 5 in der Lage, eine Synthese des Geschauten zu bilden und diese in Energie umzuwandeln. Auch so kann sie herrliche Kunstwerke hervorbringen. Gesamtschau und Überblick sind das Wesentliche an der Außenwirkung einer Alten Seele.“ (Aus: JSAS, Seite 347f)

So gibt es Alte Seelen, die ihre „Altklugheit“ bewusst leben, und auch welche, die völlig auf geschulten Geist und Intelligenz verzichten. Wer jedoch einmal neben einer sehr Alten Seele – vielleicht in Gestalt eines Ziegenhirten in den Schweizer Bergen, der nie eine Schule besucht hat und eine verminderte Auffassungsgabe besitzt – gesessen hat, wird das Empfinden seiner Ausstrahlung nicht mehr vergessen.

Doch ist die Alte Seele, anders, als man es sich vielleicht denken würde, kein Ausbund von immerwährender Liebe und Güte. Wiewohl sie diese Qualitäten durchaus innehat, folgt sie eher dem, was im jeweiligen Augenblick der ureigene Ausdruck ist. Und das kann durchaus sperrig und skurril sein. Wenn Sie also der Obdachlosen an der Straßenecke länger in die Augen blicken, kann es durchaus sein, dass Sie hier eine Tiefe entdecken, die Sie berührt.

Beispiele Alter Seelen

Als Alt Stufe 1 finden wir Rainer Langhans und Claude Monet, auf Alt 2 Elisabeth Kübler-Ross, Mozart und Anne Frank und C.G. Jung, Alt 3 sind Alice Miller und Rudolf Steiner und Hildegard von Bingen. Seelen auf der Stufe Alt 4 waren z.B. Dr. Edward Bach (der mit den Bachblüten), Glenn Gould und Albert Schweitzer, auf Alt 5 finden wir Johann Sebastian Bach, Mahatma Gandhi oder SH der XVI. Dalai Lama. Alt 6 waren Franz von Assisi und Nelson Mandela, deren Aufgabe „Durch Sein wirken und auf Tun verzichten“ sich auf das Feinste in ihrem Leben wiederfindet. Des Weiteren Meister Eckhard, Khalil Gibran, Amma und Thorwald Detlefsen. In der Regel jedoch haben Alte Seelen auf den letzten Stufen nur noch wenig Interesse an Öffentlichkeit oder auch Selbsterfahrung. Auf Alt 7, der letzten Stufe der Inkarnation, kennen wir Osho und Rainer Maria Rilke.

Die Alte Seele und das Leid in der Welt

„Es ist nun nicht pauschal möglich zu sagen, wie eine Alte Seele lernen kann, mit dem Leid der Welt umzugehen. Vieles versteht sie zunehmend als notwendig und unabdingbar für die Entwicklung von Psyche und Seele. Und sie hat im Laufe ihrer eigenen Inkarnationsgeschichte erfahren, wie erkenntnisfördernd und liebesfördernd sich aktuelles Leid und überstandenes Leid auf Psyche und Seele, auf das Wachstum dieser beiden Instanzen ihres Ich, auswirken.

 Während Reife Seelen vorwiegend den Impuls haben, Leid zu mindern und zu mildern, versteht die Alte Seele die zwingende existenzielle Notwendigkeit, Leid in das gesamtmenschliche Erleben aufzunehmen. Es bleibt ihr oft nichts anderes übrig, als zu beherzigen, was der Buddhismus lehrt, nämlich dieses große allgemeine Leid aller Wesen und des Menschseins in sich aufzunehmen, es einzuatmen und es wieder auszuatmen, es durch sich hindurchfließen zu lassen, ohne sich zu identifizieren, ohne etwas ändern zu können und zu wollen, ohne den Wunsch einzugreifen, um andere vor dem für sie zwar schrecklichen, aber für das Wachstum der Seele doch oft notwendigen Leid zu bewahren.“ (JS AS, Seite 480f)

Und noch einmal ein Zitat der Quelle, dieses mal aus dem Buch „Welten der Seele“ von Hasselmann / Schmolke (Goldmann Arkana 1993), das den spirituellen Hintergrund dieser Lehre beschreibt: „Das Abschließen aller Inkarnationszyklen ist Teil der Inkarnation selbst und kann weder angestrebt noch vermieden werden. Erfolg oder Misserfolg sind keine Kriterien, wenn es um die Frage geht, ob ein Mensch sich noch einmal inkarnieren wird oder nicht.

Zugänge zum Potential des Seelenalters

Seelenalter ÜberblickDie 5 Zyklen mit ihrem jeweils 7 Stufen haben, wie anfangs beschrieben, einer Folgerichtigkeit. Per Geburt sind wir durch unser Seelenalter mit dem Potenzial einer bestimmten Reifestufe verbunden. Ist also jemand auf der Stufe Reif 6 inkarniert, so bleibt er es sein Leben lang.

Und da wir im Laufe unserer Biographie alle Seelenalters-Themen nacheinander kurzzeitig aktivieren, kann es eine interessante Herangehensweise sein zu schauen, welches Altersstufenthema sich zum augenblicklichen Zeitpunkt in Ihrem Leben als Wachstumsaspekt entfaltet.

Für die Seele ist es nicht notwendig, dieser Reifung, die wir im Laufe unseres Lebens mehr oder minder bewusst wahrnehmen, absichtlich „nachzuhelfen“. Die Seele wächst energetisch von allein. Schulung, Meditation und Erkenntnis sind daher eher Kür als Pflicht. Und doch kann es hilfreich sein, sich sein Seelenalters-Potential bewusst zu machen.

Und Ihre Seele?

Sie haben sich nun einen Überblick über Themen, Werte und Aufgaben aller Seelenalterszyklen verschafft. Und vielleicht haben Sie eine Hypothese erstellen können, in welchem Zyklus sich Ihre Seele gerade bewegt. (Und falls es Sie genauer interessiert, welche Stufe und damit welches Lebensthema für Sie aktiv ist, lassen Sie sich doch eine Seelenmatrix erstellen, die Ihnen darüber Klarheit gibt. Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf.)

Das Sinnstiftende der Seelenalter

Mir hat die Lehre von den Seelenaltern so vieles erschlossen. Ich persönlich habe durch diese Lehre in den 24 Jahren, die ich mich intensivst mit ihr befasse, zu einem völlig veränderten Verständnis von mir und den Geschehnissen der Welt finden können. Endlich verstand ich, warum es Kriege gibt, was Menschen motiviert, die in meinen Augen schrecklichsten und schönsten Dinge zu tun, und wie es kommt, dass sich manche Menschen so schwer aus augenscheinlich schwierigen Situationen lösen. Ich empfand es als ungemein erleichternd zu erfahren, dass mein Gefühl von „Anderssein“ für jemanden in meinem Seelenalter (Alte Seele 3. Stufe) Normalität und Realität ist.

In den von mir weiterentwickelten Matrixaufstellungen zeigt sich das Seelenalter neben der Seelenrolle und dem Seelen-Weg immer wieder als besonders starke Ressource, beinhaltet es doch die Erfahrungen aller vorangegangenen Stufen. Sich das bewusst zu machen und in einer Aufstellung zu spüren gibt Kraft und Aufrichtung. Die Archetypen der Seele stellen auch in meinen Coachings und sogar Businesstrainings eine starke Bereicherung dar – selbst wenn es um Organisationsentwicklung, Teamförderung und Führungsthemen geht. Denn beim Einzelnen fängt alles an.

Die Lehre von den Archetypen der Seele® spendet also vielfach Trost. So, wie die Kausale Quelle, der diese Informationen entstammen, als wesentlich bekundete: „Wir möchten vermitteln, dass die menschliche Existenz von einer unzweifelhaften Sinnhaftigkeit erfüllt ist“. Und sie lässt uns wissen: „Du bist nicht allein!“

 

Anhang:

Informationsquellen und Entstehung

Mittlerweile sind im renommierten Goldmann Arkana Verlag acht Bücher und drei Romane erschienen, die unterschiedliche Aspekte der Lehre von den Archetypen der Seele® beschreiben. In den ca. 30 Jahren seit ihrer Entstehung haben mittlerweile tausende von Seminarteilnehmern und Lesern deren Schlüssigkeit geprüft und bestätigt.

Die hier verarbeiteten Informationen basieren auf insbesondere auf den Büchern von Hasselmann / Schmolke „Archetypen der Seele“ (1993, 16. Auflage 2017) und „Junge Seelen – Alte Seelen“ (2016, 4. Auflage 2017, zitiert mit JSAS), erschienen bei Goldmann Arkana, und auf Seminarmitschriften. Das Buch JAAS erläutert 35 Bewusstseinsstufen, hier Seelenaltersstufen genannt, sehr anschaulich mit konkreten Beispielen und gibt Antworten auf viele vertiefende Fragestellungen.

Marion Lockert, Seniorcoach, Lehrtrainerin, Autorin, Guide für Sinnsucher

 

 

Angebote zum Thema: Matrixberatung, Archetypencoaching und Matrixaufstellungen, Spirituelle Aufstellungen nach den Archetypen der Seele, Mediale Beratung, Archetypische Themenseminare und Jahresgruppen

Angebote für Unternehmen: Führungskräfteentwicklung, Kommunikation und Kreativität, Begleitungen in Veränderungsprozessen, Coaching, systemische Businessaufstellungen

Für Privatpersonen: Systemische Lösungsaufstellungen, Coaching, Ausbildungen, Persönlichkeitsentwicklung

Sichtbarkeit:

www.Marion-Lockert-Institut.de
www.mli-spirit.de
www.mli-business.de
www.herzkraft.com – Phantasiereisen CDs

2 Responses
  1. Mario

    Ich finde ihre Zusammenfassung echt toll. Machen Sie bitte weiter so.

    Nur schade, dass es so wenig alte Seelen gibt (4% weltweit, Mitteleuropa ca. 6%)

    Man kann das Seelenalter zum Teil an den Augen feststellen. Ich mache das so.

    Wie kann ich (Alt 2) andere alte Seelen helfen, speziell wenn Sie körperlich noch Kinder sind? Und was kann ich sonst für jüngere Seelen wirken?

    Oft wird meine Ausstrahlung besonders wahrgenommen, wenn auch meist unbewusst. Ich finde aber nicht, dass ich unheimlich wirke und stelle mich auch nicht über die anderen.

    1. Marion Lockert

      Danke, lieber Mario, für die Ermutigung!
      Ja, die Augen geben oft Hinweise auf das Seelenalter, das lernen wir gerade in der Ausbildung bei Varda Hasselmann.
      Ob es schade ist, dass es noch so wenige Alte Seelen gibt? So oder so. Bezogen auf das „Funktionieren der Welt“ hätten die Alten Seelen nicht so viel zu bieten. Das meiste machen die Jungen, viel auch die Reifen Seelen. Aber für das persönliche Umfeld ist es natürlich schon schon. Da habe ich Glück – ich kenne durch meine Arbeit natürlich viele…
      Herzliche Grüße,
      Marion Lockert

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