Welche seelische Funktion hat es, wenn Menschen als Lehrer oder auch als spirituelle Lehrer arbeiten?
Diese Frage stellten wir innerhalb meines intensiven Projektes, dem Channel Salon. Insgesamt ging es dabei um das Thema „Beziehungen aus spiritueller Sicht“. Über zwei Jahre haben wir daran gearbeitet und ja: Es wird ein Buch daraus!
Eines der Kapitel handelt von Lehrer-Schüler-Beziehungen. Den folgenden Text fand ich (warum wohl? 😉 ) besonders schön und berührend. Hier liest du das, was Soprana, meine kausale Quelle, auf die obigen Frage ausführte…
Ein Lehrer braucht seine Schüler noch viel mehr als die Schüler ihre Lehrer. Entschließt sich also jemand, eine solche Funktion zu erfüllen, begibt er sich in eine intensive Lernposition. Denn es gibt für die Lehrer mindestens genauso viel, wenn nicht mehr, zu erfahren, zu lernen, auszuprobieren wie die Erfahrungen und Botschaften, die an die Schüler gerichtet werden.
Menschen, die sich als spirituelle Lehrer zur Verfügung stellen, potenzieren die seelischen und auch die psychischen Lernaufgaben, die sie sowieso gehabt hätten. Das Lehrersein ist also so etwas wie ein Turbo für die eigene Entwicklung: die gleichen Ängste, die gleichen Hoffnungen, die gleichen Sehnsüchte, die Erfahrungen mit Einfluss und Macht und auch die Erfahrung mit Ohnmacht und den Grenzen der Macht. Das angstvolle sich Hinterfragen, das gänzliche Verneinen von sich Hinterfragen, das Abhängigsein von seinen Schülern und von deren Anerkennung. So viele, so viele, so viele Themen sind verbunden mit dieser Position.
Und gleichzeitig ist es auch durchaus so, dass diese Arten von Lehrern auch Besonderes zu geben haben, denn sie schaffen einen Raum, der eine besondere Öffnung ermöglicht und dadurch auch ihren Schülern besonders intensive und tiefe Lernerfahrungen anbieten.
Auch das Berühren psychologischer Komponenten wie Übertragungen von familiären Konstellationen auf die Lehrerschaft können die Schüler frei und fröhlich und manchmal auch in Bitterness wiederholen und erfahren.
Und nicht selten ist es so, dass besonders intensive Begegnungen mit Lehrern oder besonders intensive Erfahrungen mit bestimmten Schülern aus einer seelischen Verabredung resultieren. Und so könntet ihr mit Fug und Recht fragen: Wer ist Lehrer, wer ist Schüler? Wer gibt, wer nimmt?
Das sind besonders schöne Fragen, ja.
Soweit die Durchsage.
Und, wie empfindest du deine Beziehungen zu Menschen, die dich besonders inspirieren?
Oder, wenn du auch als Lehrende arbeitest: Was bewegt das in dir? Schreibe gerne etwas dazu in die Kommentare…
Und wenn du selbst eine Auskunft von Soprana willst, zu persönlichen oder auch übergeordneten Fragen, gehe gerne in Kontakt mit mir oder schaue hier…
Es grüßt sehr herzlich
Marion


Liebe Marion, ich erinnere mich gut an diesen Channel Salon und schon der erste Absatz würde so manche Lehrperson in der Schule herausfordern. Ein so wundervoller Text insgesamt. Mal sehen, ob es Gelegenheiten gibt, dass ich diese Aussagen einmal in Kontakt bringe. Auch wenn ich nicht mehr direkt in der Schule als Lehrende tätig bin, habe ich noch Kontakte und bin mit den Umgestaltungsprozessen in Schule etwas befasst.
Und ich habe es selbst genauso erlebt, nur dass diese Erkenntnis eben jetzt erst durch diese Antwort von Soprana klarer gekommen ist. Manches habe ich wenigstens erahnt.:-)
Und bei den sog. spirituellen Lehrern tappe ich trotz mannigfaltiger Übung so manches mal immer noch „im Dunkeln“ 🙂
Vielen Dank für diesen Blogbeitrag und alles Gute!
Liebe Simone,
da hast ja viel Erfahrung in diesem Bereich, sowohl mit spirituellen als auch mit „richtigen“ Lehrern. Umso schöner, wenn du die Aussagen Sopranas bestätigen kannst. Sei herzlich gegrüßt!
Hallo liebe Marion und Interessierte. „Wer ist Lehrer, wer ist Schüler? Wer gibt, wer nimmt?“
Diese Fragen sind für mich wichtig, wesentlich. Als Gelehrter, Alt 4 lerne ich durch Berührung, Gespräche, Energien mit Menschen. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Bin Lernender und Lehrer, jedoch ohne Schüler, welche meine Lehrer sind gibt es für mich keine Bewusstseinserfahrung. Ich Lerne und Lehre im Alltag, das was sich ergiebt und auf mich zukommt, alles fließt. Und manchmal, wie letzten Herbst machte ich mit 10 Leuten ein Energetik Treffen und konnte dadurch mein Vertrauen in meine geistigen Begleiter und anderen geistigen Helfern mehr stärken und meine Demut festigen. Seit ich dir begegnet bin liebe Marion, habe ich mehr denn je in meinem Leben gelernt mit Energien warhafig umzugehen. Danke von Herzen. Du machst eine wundervolle Arbeit.
Ach, wie wundervoll, liebe Maria! Ich danke dir für deine lieben Worte!
HerzGrüße von Marion
Lehrer:innen.. gibt’s ja nicht nur in Schulen. 😉 Ich bestätige – vielen Dank für die inspirierenden Worte 😌
Hey, Martina! Wie schön, von dir zu lesen! 🙂
Stimmt, die Lehrer-Schüler-Beschreibung ließe sich sicherlich auch zB auf das Thema Führung beziehen.
Und eigentlich ist die ganze Welt…..
Sei geherzt!
Wunderschön, dieser Text! Und sehr stimmig!
Ach wie toll, und das aus berufenem Mund!
Danke, liebe Melanie!