Corona und Isolation – was will unsere Seele?

Heute geht es hier um Isolation und Seele in Zeiten von Corona. Zur Inspiration und Erweiterung des Blickwinkels stellen wir regelmäßig Fragen an eine „geistige Quelle“. Woher die Antworten dann in der Tat kommen – wer weiß das schon. Aber es gibt Momente, in denen ich als Medium dann Worte und Inhalte ausspreche, die ich selbst nicht nutze oder kenne.

Hier also wieder eine Kostprobe – ich bin gespannt, wie sie bei Ihnen ankommt!

Frager
Was bedeutet die Isolation für uns Menschen in Zeiten von Corona? Was hat es damit auf sich und wozu dient sie?

Die Isolation gibt Raum für das Beziehen auf sich selbst. Das scheint uns jetzt keine besondere Nachricht zu sein. Denn es liegt auf der Hand, dass, wenn keine anderen Kontakte da sind, einzig der Kontakt zu sich selbst bleibt.

Nun gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, damit umzugehen, wie ihr wisst. Es gibt Möglichkeiten, diese Begegnung mit sich selbst zu vermeiden, durch Ablenkung wie Internet, Fernsehen, Kontaktmöglichkeiten über Medien und es gibt auch die Möglichkeit, still zu werden und ins Innere zu lauschen. Das jedoch wird nicht für jeden gleichermaßen attraktiv sein, denn die Situation, aus der die Isolation heraus entsteht und notwendig wird, ist eine angstbesetzte und so, da die Stimmen der Angst in euch besonders laut sind, werden zunächst auch diese Stimmen vernommen.

Die Isolation macht den Menschen gleichzeitig deutlich, wie existenziell notwendig Kontakt und Kommunikation zu anderen Menschen ist. Ihr Menschen seid soziale Wesen  und nicht umsonst ist Isolation eine Foltermethode, denn zumindest auf einer bestimmten Wahrnehmungsebene schneidet sie die Kommunikationsmöglichkeiten zu anderen ab.

Es gibt jedoch mittlerweile unter euch eine wachsende Zahl von Menschen, die ihre Wahrnehmungskanäle verfeinert haben und auch deswegen durch diese Isolation noch stärker darin geschult werden können, Kontakt und Kommunikation auch auf anderen Wegen als den physisch wahrnehmbaren aufzunehmen. Die Stille und verminderte Alltagstätigkeit um euch herum fördert dies. Wir würden es so formulieren, dass das normale „Grundrauschen“ um euch herum leiser geworden ist und dadurch die anderen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme fördert.

Die Isolation wirft euch auf euch selbst zurück. Und gibt euch so die Möglichkeit, genauer in euch hineinzulauschen, hineinzusehen und hineinzufühlen, was tatsächlich wesentliche Bedürfnisse eines Individuums sind und welches Bedürfnisse sind, die durch die Normen und Regeln der Gesellschaft in euch entfacht werden. Hier kann also zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit eurer Bedürfnisse leichter differenziert werden.

Es gibt, was den Faktor Isolation angeht, so viele unterschiedliche Aspekte, dass wir bitten möchten, die Frage ggf. noch einmal zu präzisieren.

Frager
Was bedeutet das für die verschiedenen Seelenalter, was ist der Unterschied für Alte, Reife und Junge Seelen und wie gehen sie jeweils damit um?

Fangen wir mit dem Einfachsten an: Alte Seelen befinden sich in gewisser Weise in ständiger Isolation, sodass dieser Zustand sich nicht so sehr von ihrem normalen Alltag unterscheidet. Sie haben in der Regel nicht so viele Außenkontakte und auch nicht das Bedürfnis nach einem großen Bekanntenkreis. Und sie fühlen sich in der Regel ohnehin immer ein wenig isoliert von der Welt. Für sie ändert sich also wenig.

Reife Seelen nutzen diese Möglichkeit, um insbesondere ihre Ängste vor Einsamkeit, Existenzängste, also vor Mangel, Verantwortlichkeiten und Verantwortungslosigkeiten intensiv zu untersuchen und sie leiden vor allen Dingen daran, weniger Kontakte mit ihren Wachstumspartnern zu haben und weniger Kontaktmöglichkeiten zu haben, Hilfsangebote durchzuführen. Allerdings gleichen sie das damit aus, dass intensive Diskussionen im Internet aufflammen über Motive, Sinn und Unsinn des Umgangs mit dem Coronavirus. Das Ängste Schüren durch Katastrophenmeldungen, aber auch durch Verschwörungstheorien wird flankiert von Negieren des Coronavirus überhaupt bis hin zu einer Heiligsprechung des Coronavirus, wie wir das ein wenig ironisch ausdrücken wollen.

Junge Seelen sind durch die Isolation am stärksten emotional betroffen, weil sie insbesondere von ihren Familien getrennt sind und die für sie existenzielle familiäre Nähe, also die Nähe ihres Clans vermissen. Sie sehen sich zudem einer Situation ausgesetzt, die die Selbstbestimmtheit ihres Handelns abschneidet und so bleibt ihnen, entweder dagegen zu revoltieren oder sich missionarisch und polizeikontrollhaft für die Einhaltung von Regeln, für die Setzung von Regeln und für die Einhaltung von Regeln stark zu machen. Diese Krise ist ja auch sehr geeignet dafür, die Unterteilung in Gut und Böse zu mehren, was aber die Isolation angeht, ist sie in der Tat für Junge Seelen besonders herausfordernd und erst recht für Kind-Seelen, weil sie sich selbst noch nicht als Kommunikationspartner entdeckt haben. Ja.

Frager
Ja, danke schön! Wollt ihr am Schluss noch irgendetwas mitteilen?

Wir möchten euch insbesondere dafür loben, mit welcher Kreativität und welchem Schwung viele von euch dieser Situation begegnen. Wir haben den Eindruck, dass ihr in der Tat alles das, was daran eine Chance ist, wirklich nutzt. Sowohl im Individuellen als auch im Gesellschaftlichen.

Corona lässt euch also gleichzeitig zur Isolation auch näher zusammenrücken, wie es ja in eurer Welt der Duale selbstverständlich ist. Für euch allerdings wird in diesen Tagen das, was Dualität ist, besonders spürbar und offensichtlich, auch darin liegt ein wichtiges Lernelement. Ja.

Frager
Ja, dann vielen Dank.

 

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12 Responses
  1. Belinda

    Liebe Marion,
    ich hatte mir auch im Stillen gewünscht, Du hättest vielleicht eine Durchsage für uns – und dann kam sie tatsächlich.. 🙂 Danke Dir !
    Ich habe gemerkt, wie wesentlich und sinngebend es für mich ist, die Präsenz der geistigen Welt wirklich anzunehmen, und wie wohltuend so eine „Ansprache“ ist, wenn es mir gerade die Sprache verschlagen hat. 🙂
    Viele liebe Grüße von Belinda

  2. Ulrike Czerny

    Sitze im Garten, Merlin (Hund) liegt entspannt neben mir Ich habe eben die Durchsage und die Kommentare gelesen und bin gerade unspektakulär glücklich. Fühle mich aufgehoben.
    Mir persönlich ist in diesem Jahr das ganze Ostergeschehen und gerade der heutige Karfreitag sehr nahe im Sinne von lebendig.
    Mehr gibt es im Moment nicht (mit zu) Teilen.
    Herzlich
    Ulrike

  3. Hallo liebe Marion
    Danke herzlichst für diesen schönen Beitrag – ich kann das alles nur bestätigen, was Deine Soprana uns zu sagen hat (übrigens: Ich bin schwer verliebt in diese Quelle – sie ist einfach wunderbar 🙂 ). Führe ich doch selber auch ein etwas „seltsames“ Einsiederlleben, deswegen ist für mich diese Isolation nicht so dramatisch. Natürlich merkt man schon, dass die Lebendigkeit im Aussen fehlt, ja, ich würde sogar sagen, die Jung-Seelen Dynamik wurde ein wenig sediert und das spürt man auch als alte Seele, es ist ein Langsam-Gang, der eingeschaltet wurde und wesentlich mehr dem energetischen Niveau einer alten Seele gleicht. Hier spüre ich, dass mir eine gewisse Lebendigkeit fehlt, nicht an mir selbst, aber durch mein Umfeld, welches alles in Takt und aufrecht erhält. Es entsteht für mich ein neues Bewusstsein über Dankbarkeit gegenüber jüngeren Seelen und dass wir in Abhängigkeit zu einander stehen, emotional, energetisch sowie auch im täglichen Leben. Was mir auffällt, und was ich anstrengend finde, ist die unsägliche Berichterstattung in den Medien mit der Problemkonfrontation. Ein Hinweis dafür, dass unsere Medienlandschaft das energetische Siegel der reif-Seelen-Energie trägt? Wie siehst Du das? Herzensgrüsse von – Cynthia :-)!

  4. Cornelia

    Liebe Marion,
    erstmal herzlichen Dank, dass Du Deine Dialoge mit Deiner Quelle mit uns teilst. Das ist in dieser Zeit mehr als wohltuend und hilfreich. Bist halt eine großzügige, weise Seele :). Ich als alter, hochmütiger Priester komme mir derzeit weniger einsam vor, da sich ja nun alle in der Isolation befinden, dass gibt mir das Gefühl, nicht so ausgegrenzt zu sein.

    1. Liebe Cornelia,
      danke auch für deinen Beitrag. Und schön, dass du dich in dieser Zeit aufgehoben fühlst. Als Priester hast du ja wohl auch eine „Standleitung“ nach oben. Beneidenswert!

      Ich finde es ja erstaunlich, dass die Durchsagen-Posts mehr Kommentare bekommen als die Artikel. Was mir das bloß sagen soll! Alles Liebe jedenfalls für dich!

  5. Tina

    Hallo Marion, das finde ich interessant.

    Deine Quelle sagt „das, was Dualität ist, wird besonders spürbar und offensichtlich“.

    Ich hab mich immer über den Namen einer bestimmten spirituellen Veranstaltung amüsiert, die da heißt „Sharing Nonduality“. … Nicht-Dualität teilen? (Ich ahne natürlich, wie der Name gemeint ist – es geht wohl darum, dass sich etwas MITteilt? … 😉)

    Aber wir. Sind wir nicht hier, um „Dualität zu teilen“? Das macht doch das Leben aus, oder nicht? Als duale Wesen können wir einander begegnen, berühren, spüren, inspirieren … das, was im Moment auf physischer Ebene eher weniger möglich ist. Aber auf anderen Ebenen umso mehr, so mein Eindruck.

    Und früher machte mir Dualität Angst – ich wollte aufgrund früher Erfahrungen nicht wahrhaben, dass andere ganz anders sein können als ich, und konnte somit auch noch nicht die Freude an der Dualität entdecken, die ich jetzt kenne.

    Außerdem kommt es mir so vor, dass gerade jetzt durch die „Kontaktsperre“ noch deutlicher wird, dass wir in unserer Unterschiedlichkeit ein Geschenk aneinander sind. Dass Begegnung im Grunde immer ein Geschenk ist. Vielleicht lernen wir das ja mehr wertzuschätzen.

    Allerdings weiß ich nicht, wie es ist, in diesen Zeiten mit anderen zusammen in eine vielleicht enge Wohnung „verbannt“ zu sein, also quasi „zusammen isoliert“ zu sein. Mich würde interessieren, wie es den Betreffenden damit geht.

    Für mich selbst, die ich jetzt viel Zeit allein mit mir habe, ist es so, dass die Ruhe und das Ausfallen von Treffen und Veranstaltungen mich tatsächlich sehr dabei unterstützen, zu erleben, wie es sich aus mir selbst heraus leben und gestalten will, und was meine wahren Bedürfnisse sind. Es gibt dadurch die Möglichkeit, spontan zu handeln gemäß der Impulse, die sich zeigen, und das fühlt sich lebendig, richtig, bestärkend an.

    Zudem spüre ich deutlicher als zuvor den Zusammenhang zwischen „bei mir sein“ und „mich mit anderen verbunden fühlen“: Wie oft fühlte ich mich unverbunden oder sogar abgeschnitten mitten im „normalen Leben“!

    Und jetzt, wo wir äußerlich betrachtet voneinander getrennt SIND, fühle mich mir selbst näher – und dadurch verbundener denn je. Es ist also in diesem Fall eine wertvolle Isolation. Eigentlich wie ein Zurückfinden „auf die Insel, wo ich eh zuhause bin.“

    Dazu muss ich sagen, dass ich durchaus große Trennungsängste kenne. Deshalb ist es auch für mich selbst umso erstaunlicher, dass ich dieser Situation jetzt eben keine Trennungsängste verspüre.

    Langer Text – ich hoffe, das ist OK 😊
    Danke für den Impuls zur Selbstreflexion!

    Und es freut mich, dass Deine Quelle den Eindruck hat, dass wir die Chancen nutzen 😃Herzliche Grüße 🙏
    Tina

    1. Liebe Tina,
      das klingt schön – so, als wenn du die augenblickliche Situation gut annehmen und nutzen könntest!
      Freut mich sehr! Bis zur nächsten Begegnung… alles Liebe!
      Marion

  6. Mario

    Vielen Dank für den Artikel. Werde mir dieses Wissen in der Stille aufnehmen.

    Ich bin auf dem Weg der Stille und gerade da tun mir die Abgeschiedenheit und Isolation sehr gut tut, zumal die Gelehrten nicht gerade extrovertiert sind. Mir wird den Ausnahmezustand also kaum treffen.

    Sie als eine Weise auf dem Weg der Suche tut die Isolation wahrscheinlich nicht so gut, wenn auch die alten Seelen nicht mehr so gravierend treffen wird.

    Ein Video zum Nachdenken: https://www.youtube.com/watch?v=FHU7iHvHUGg

    LG, Mario

    1. Lieber Mario,

      auch für mich ist es ganz wohltuend – auch wenn ich mein „Schreibcafé“ vermisse!
      So viele Kontakte habe ich gar nicht, und, wie Sie schon richtig vermutet haben, als Alte Seele fühle ich mich so für mich recht wohl…

      Danke auch für das Video. Zu Beginn ist es für meinen Geschmack etwas zu „moralisch bewertend“, aber es trifft schon vieles, was ich auch denke, was die Wichtigkeit von Begegnung angeht.
      Ich freue mich jedenfalls über unseren Kontakt!
      Herzliche Grüße,
      Marion

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