Authentisch sein – gar nicht so leicht!

Authentisch sein – gar nicht so leicht!

Sich zeigen, wie man ist – scheinbar ein natürliches Verhalten. Das sollte doch ganz leicht sein, der direkte authentische Ausdruck seiner selbst. Warum fällt uns das manchmal schwer? Oder wollen es sogar gar nicht?

Stellen Sie sich vor, da ist jemand, der eine Ausstrahlung von Würde und Autorität besitzt. Einfach so. Von außen kann es jeder sehen. Diese Person wirkt seriös, klar, gesammelt. Sie ist jemand, dem man sich anvertrauen würde und von der man sich im Beruflichen Führung denken kann. Solch einen Menschen hatte ich neulich im Seminar. Nennen wir sie Anne.

Und als ich sie fragte, ob sie spontan die Moderation einer Gruppenarbeit übernehmen würde, sagte sie: „Ach, ich weiß doch gar nicht, ob den anderen das recht ist. Und ob ich dafür überhaupt geeignet bin.“ Und erntete verwunderte und ungläubige Blicke. Die sie sofort als Zweifel an ihrer Person interpretierte, wie ich später im Coaching von ihr erfuhr.

Innensicht – Außensicht

Für mich als Menschenkennerin wurde schnell deutlich, dass Anne diese Diskrepanz zwischen Innensicht und Außensicht nicht bewusst war. Sie selbst fühlte sich häufig klein und ungenügend, und diese Angst vor Unzulänglichkeit überstrahlte ihr ganzes Potential und ihren Blick für sich selbst. Wie schade!

Natürlich, so würde ich sagen, gehört auch die Selbstverleugnung zu ihrer Persönlichkeit, sodass sich denken ließe: Auch das ist authentisch. Doch was hier geschieht ist, dass sie einen kleinen Teil ihres Wesens so dominieren lässt, dass alles andere dahinter verschwindet. Denn als die anderen Teilnehmer bestätigten, dass sie sich gerne von Anne leiten lassen würden, meinte sie nur: „Wie nett ihr seid, dass ihr mich aufmuntern wollt.“ Sie glaubte also den anderen nicht und behielt ihren verzerrten Blick auf sich bei. Obwohl es auch einen wachen Teil in ihr gab, der genau wusste, dass die anderen recht hatten, der sich ihres Potentials durchaus bewusst war. Und dem Annes heimliche Sehnsucht galt.

Die Kenntnis seines Potentials

Dass man sich nach etwas sehnen kann, was man eigentlich längst hat, ist schon ein interessantes Phänomen, nicht? Und was meinen Sie, wie verbreitet das ist. Für unsere Umwelt wie auch für die Teilnehmerkollegen von Anne ist das dann besonders merkwürdig. Es ist ein bisschen so, als wenn jemand hartnäckig leugnet, eine Nase zu haben. Jeder sieht sie, der Mensch selbst nimmt durch sie auch Gerüche wahr und manchmal läuft sie sogar, doch er bleibt bei seiner Haltung, er habe keine. Das kommt anderen natürlich komisch vor, auch ein wenig irritierend und eben unauthentisch. Dass jemand etwas so offensichtliches nicht „zugibt“, ja sogar versteckt. Das ist die Außensicht, denn die anderen haben ja durchaus Kenntnis von Annes Potenzial.

Mit dem Wissen um seine Persönlichkeitsdisposition, wie es die Seelenmatrix nach den Archetypen der Seele® bietet, wird dieses „Spiel“ für uns selbst erkennbar. Und plötzlich fallen die Anteile unserer Persönlichkeit an den Platz, der ihnen zusteht. Von dem aus sie sich so entfalten können, wie es ihnen eigen ist. Und bei dem unsere Ängste als solche erkennbar werden, die die Sicht auf uns und unsere Welt verschleiern und verzerren.

Die Matrix unserer Persönlichkeit

Mit der Kenntnis unserer Matrix wird es also viel leichter zu entdecken, wer wir sind. Damit können wir unsere Persönlichkeit klarer spüren und die Welt bringen. Um damit zu wirklicher Authentizität zu kommen. So gleichen sich Innensicht und Außensicht endlich an.

Wenn Sie interessiert daran sind, mehr darüber zu erfahren, was eine Matrix beinhaltet, lesen Sie doch diesen Artikel. Und wenn auch Sie Ihre Matrix kennen möchten, wenden Sie sich doch einfach an mich und gehen Sie in Kontakt. Oder schauen Sie sich meine Angebote dazu auf meiner Homepage an.

Das Leuchten in den Augen der Klienten, die ihre energetische Persönlichkeitsstruktur entdeckt bekommen und die Wirkung, die sich daraus entfaltet, überzeugt mich jedes Mal auf’s Neue. Und sie auch.

3 Responses
  1. Mario

    Ich würde gerne von Ihnen ein Artikel über die sieben Wege der Seelen freuen. Über die sieben Seelenrollen liest man ja so einiges, aber über die sieben Wege der Seele suche ich vergeblich.
    Speziell der Weg des Wissens (2) und der Weg der Form (4) finde ich etwas verwirrend, da doch die Künstler gerne gestalten und die Gelehrten gerne Wissen sammeln. Das Einzige was ich da klar finde,ist, dass die Gelehrten pragmatisch, also auf Anwendung orientiert sind und die Künstler skeptisch sind, also viel nachdenken.

    Eine Frage hätte ich noch: In einer Seelenfamilie gibt es im Durchschnitt ja drei verschiedene Seelenrollen, also haben die andere Seelenrollen in der Seelenfamilie auch irgendwie einen Einfluss auf die eigene Seelenrolle?

    Ich hoffe, ich wirke nicht zu abstrakt und störe Sie nicht , aber Hilfe, ich bin wissbegierig!

    LG, Mario

    1. Lieber Mario,

      danke für die Anregung bezüglich der Wege. Die kommen m.E. in der Literatur tatsächlich zu kurz weg, vor allem, weil sie für die Persönlichkeit eine solch große Bedeutung haben, etwa wie in der Astrologie der Aszendent.

      Ich habe begonnen, für die Wege Durchsagen zu machen, aber bin erst bei 2 Wegen angelangt und werde dann mal sehen, in welcher Form ich das veröffentliche.

      Unterschied Weg 2 (Wissen) zu Weg 4 (Form): (Die Worte können tatsächlich zu irrigem Schluss und Verwechselung verleiten)
      – Der Weg 2 ist eine intellektuelle Qualität und spielt mit dem Wissen, ohne dass es einen direkten Nutzen haben muss. Allein die Freude an der Vielfalt der Welt und des Seins regt den Wissenden an.
      – Der Weg 4 ist eine pragmatische Qualität, es geht darum, Dingen immer wieder (unterschiedliche) Formen und Strukturen zu geben, diese aufzulösen, wieder eine andere zu wählen etc. Nützlichkeit ist dabei die Leitlinie. Daher ist es weniger ein künstlerisches Prinzip. Er probiert dabei, die Essenz der Information zu finden.

    2. zu deiner Frage mit der Seelenfamilie:
      Ja, sie hat einen Einfluss. Wenn die Mehrheitsenergie eine andere ist als die Seelenrolle der Person, so färbt sie durch. Ich als Weise mit Weisenmehrheit bin also ziemlich typisch 5er, hätten meine Heiler die Mehrheit, wäre ich sanfter, weiblicher und zurückhaltender…

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