Hier lesen Sie wieder einmal eine mediale Beratung. Dieses Mal ging es um das Thema Kinderwunsch, das meine Klientin schon lange umtrieb. Vor einiger Zeit hatte sie sich Ihre Seelenmatrix erstellen lassen, was ihr schon viel mehr Verständnis für sich selbst ermöglicht hat. Aber dieses Thema brannte ihr doch sehr auf den Nägeln. Und nun wollte sie Soprana fragen – auch wenn ihr klar war, dass die kausalen Quellen uns (leider oder glücklicherweise) so gut wie nie eine Entscheidung abnehmen…
Kinderwunsch: Kind – ja oder nein?
Soprana: Guten Morgen, guten Morgen. Wir begrüßen euch. Und wir sind da, ja.
Klientin: Ja, hallo. Ich begrüße euch auch. Ich bin X und stelle euch jetzt meine Seelenmatrix nochmal vor. Also ich bin von der Seelenrolle her Heilerin und habe den Weg der Suche. Meine Hauptangst ist der Starrsinn und die Nebenangst die Selbstverleugnung. Mein Entwicklungsziel ist das Beschleunigen und das mache ich mit dem Modus Vorsicht. Und meine Mentalität ist Spiritualistin. Das Reaktionsmuster von mir ist motorisch emotional. Ich bin eine alte Seele auf der zweiten Stufe. Genau.
Und ich habe mehrere Fragen zum Thema Kinder kriegen. Ich würde gerne von euch wissen, warum dieses Thema für mich so ambivalent ist in diesem Leben, aber auch gleichzeitig so präsent, ob das vielleicht auch mit altem Leben zusammenhängt.
Selbstverständlich hattest du, liebe X, Leben, in denen du Kinder verloren hast, Kinder weggeben musstest, oder Kinder auch auf andere Arten und Weisen dein Leben schwer gemacht haben. Dieses spielt aber für dein Thema eine weniger große Rolle, als du vielleicht meinst oder befürchtest.
Wir sehen in erster Linie zwei wesentliche Punkte, die deine verängstigte Umgangsweise mit diesem Thema beeinflussen oder hervorrufen. Der eine Punkt heißt: Du zweifelst gern. Diese Neigung dazu, Dinge überprüfen zu wollen, Dinge zu hinterfragen, Dinge auf ihre absolute Echtheit zu überprüfen, somit auch deine Gedanken und Gefühle auf diese Echtheit zu überprüfen, gehört zu deiner Natur.
Und sehr oft ist sie sinnvoll und hat dich weitergebracht, hat dich forschen lassen, hat dich lernen lassen und du verdankst dieser Gewohnheit eine Menge dafür, dass du in deinem Leben als Person dort stehst, wo du stehst. Denn du bist ja schon einen reichen Weg gegangen.
Nun lässt sich aber auch, wie du weißt, mit dem Denken und Hinterfragen so lange herumwursteln, bis es nicht mehr zu identifizieren und zugänglich ist, wie du tatsächlich dazu fühlst, wie du tatsächlich innerlich dazu stehst. Weil im angstvollen Hinterfragen alles durcheinandergebracht wird. Und wenn man schon einmal dabei ist, kann man auch das Hinterfragen hinterfragen und so weiter und so weiter. Das heißt, in dem angstvollen Zustand verselbstständigt sich diese Haltung, diese innere Turbulenz. Und sie beginnt ein Eigenleben zu führen und scheint dann nicht mehr einzufangen zu sein. Du kennst das ja.
Dein Angstmuster beflügelt diese Gewohnheit.
Ein Kind in seinem Leben zu haben, verändert alles. Das weißt du. Das ist nämlich das, was man dir immer gesagt hat. Und das klingt in deinen Ohren schrecklich. Nicht kontrollierbar und daher höchst bedrohlich. Deine andere Angst sagt dir nämlich dazu noch, du musst eine perfekte Mutter sein. Nichts weniger als perfekt. Und kannst du das garantieren? Nein, das kannst du nicht. Denn niemand kann das. Und es ist noch nicht mal im Vorhinein einzuschätzen, wie nah du diesem perfekten Muttersein kommen könntest.
In diesen deinen Ängsten verstrickst du dich und du hast es dir in dieser gedanklichen Angstverstrickung schon beinahe gemütlich gemacht. Kein Wunder, dass dir ein klarer Zugang dazu kaum noch gelingt.
Und wir bitten dich: Sieh dir das nach! Du bist so gestrickt, dass das passieren kann. Es gehört zu dir. Also sei friedlich mit dir, auch wenn es andere in deiner Umgebung mit einwickelt.
Wir möchten dir übrigens nebenbei bemerken, dass dieser Satz, ein Kind verändere alles, stimmt und auch nicht stimmt. Denn du bist und bleibst die Person, die du bist. Und es gibt sehr wohl einige Dinge, die davon sehr wenig berührt sind: Deine Angst, dein Muttersein nicht bewältigen zu können. Und deine Angst, dich in Schuld zu verstricken gegenüber deinem Mann, aber auch gegenüber dem Kind, ist riesengroß. Und sie ist rein aus Angst geboren.
Sollte es dazu kommen, dass ihr euch für ein Kind entscheidet, können wir dir jetzt schon garantieren: Ja, du wirst Dinge tun, die du als Fehler empfindest. Hundertprozentig! Wie jeder. Ob es wirklich Fehler waren, weißt du manchmal nach 30, 40 Jahren noch nicht genau. Das ist wie im richtigen Leben.
Ihr Menschen lebt. Und ihr seid ständig in einem Wechselbad von Liebe und Angst. Um durch dieses Wechselbad zu reifen, dafür seid ihr hier. Du wirst also, ob mit Kind oder ohne Kind, etwas tun, was du als Fehler empfindest. Und du wirst auch weiterhin Dinge tun, die dir und oder anderen Schmerzen bereiten. Das ist ein Gedanke, der dir als Heilerin kaum erträglich ist. Es ist kein Gedanke, es ist eine Tatsache. Und sie gilt für ausnahmslos jeden Menschen.
Du machst aber auch sehr viele Dinge, die sehr liebevoll sind, die sehr heilend sind, Freude bereiten dir und anderen, Lebendigkeit erzeugen und Frohsinn. Und weißt du, woher das kommt? Es kommt daher, dass du ein Mensch bist. Nicht mehr, nicht weniger.
Wir möchten dir also empfehlen, diese aufwühlenden Gedanken immer wieder ein wenig mehr zu betrachten, wie etwas, was du beobachten kannst und was sich irgendwie in dir gerade verselbständigt.
Das ist nun kein sehr origineller Tipp, denn er existiert in so vielen Lehren. Das macht ihn aber nicht weniger richtig oder hilfreich. Betrachte also, wenn diese Gedanken kommen, dich selbst ein wenig wie ein Kind, das gerade sich unglaublich bemüht, alles richtig machen zu wollen. Und vielleicht kann es dadurch ab und zu passieren, dass dies dein Herz rührt, wo du liebevoll zu dir sagen kannst „ach je“, und dich ein wenig selbst bemuttern.
Deine Eigenart, und damit meinen wir das, was zu dir gehört, insbesondere bei drohender Veränderung – und wir sagen in Klammern, dass Drohen reicht bei dir bereits, zu somatisieren -gehört ebenfalls zu dir. Du bist eben mit deinem Körper sehr verbunden. Das ist eigentlich auch etwas Schönes. Dein Körper versucht dann nicht nur, etwas auszudrücken, was die Psyche gerade fantasiert, sondern versucht auch, dir Entscheidungen abzunehmen, indem sie dich schwach fühlen lässt, sodass du dir die jeweilige Veränderung weniger zutraust. Es ist also im Wesentlichen deine Angst vor Unberechenbarkeit, die mit dem Somatisieren einhergeht. Auch das ist ganz normal.
Es ist eben deine Art, deine besondere Sensitivität zu nutzen, um deine Ängste auszudrücken. Wenn wir ein bisschen ironisch sein dürfen, würden wir sagen: In diesem Punkt erfüllst du deinen Perfektionismus wunderbar! Dich in diese Angstgebäude hineinzumanövrieren, das kannst du wirklich gut. Und bitte registriere, dass wir das mit allem Mitgefühl sagen. Um dich anzuregen, selbst ein bisschen milder zu sein damit. Hat dir das eine Antwort gegeben?
Einen Denkanstoß.
Probiere, es weniger als Denkanstoß zu nehmen, als als Fühlanstoß. Das Denken bringt dich immer wieder in die Gefahr, in diese Muster hineinzurutschen.
So dass ich über das Fühlen zu einer Antwort komme?
Dich dem Fluss des Lebens zu überlassen, ist die wesentlichere Aufgabe für dich. Und du hast Menschen an deiner Seite, die dich sehr lieben und die dir zur Seite stehen.
Ich hätte dann noch eine zweite Frage. Ich hatte vor zweieinhalb Jahren eine Fehlgeburt in der zehnten Woche. Und da würde mich interessieren, welchen Sinn das für meinen Mann und mich hatte. Und auch, warum die Seele da nicht bleiben wollte.
Auch hier, das möchten wir vorausschicken, gibt es keinerlei Schuld oder Unzulänglichkeit. Dieses kleine Wesen, diese Seele hat dir, wenn wir es profan ausdrücken dürfen, ein Win-Win angeboten: Diese Seele wollte für sich prüfen, wie es ist, zu beginnen, sich zu materialisieren.
Diese Seele ist Teil einer Seelenfamilie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Übergänge zu erforschen und zu betrachten, so auch die Übergänge zum beginnenden Leben und zum Tod. Und du und dein Körper, ihr habt dieser Aufgabe eine Möglichkeit und ein Zuhause gegeben.
Gleichzeitig hat diese Seelenfamilie in Absprache mit deiner Seele die Situation genutzt zu prüfen, wie es sich anfühlt, schwanger zu sein, wie es vielleicht auch deine Entscheidung unterstützen kann, indem du es in der Realität prüfst.
Und ja, ihr alle musstet dabei in Kauf nehmen, dass der Abschied auch traurig war und vielleicht auch eine Spur Erleichterung beinhaltete, die aber mehr aus der Angst geboren war als die Traurigkeit.
Es war auch etwas, was dich und deinen Mann noch stärker zusammengebracht hat. Ihr habt eine besondere Verbindung, ja.
Danke. Vielleicht könnt ihr mir noch sagen, welchen Nutzen das ganze Kinderthema in der Beziehung von A. und mir für uns beide aus seelischer Sicht hat.
Du willst und deine Seele will das Thema, Entscheidungen zu treffen, besonders untersuchen. Und auch, wenn es von außen vielleicht anders aussehen mag, in Bezug auf dieses Thema bist du die Intellektuelle und dein Mann der emotionale Part. Oder besser gesagt der Intuitive. Auch er wägt ab, aber er überlässt sich sehr viel schneller. Dem was sich harmonisch anfühlt, während du aus dem Motiv heraus, wirklich sicher sein zu wollen und das, was du dann entschieden hast, auch wirklich leisten und bewältigen zu können, dich immer mehr in deinen eigenen Gedankengebäuden verläufst.
Wir möchten dir raten, dass, wenn das passiert, du Folgendes tun kannst: Iss etwas Gutes und dann lass dich halten und konzentriere dich auf die Berührung, auf die Wärme, auf die Energie, die dabei entsteht, die du ausstrahlst, die in dich einfließt, auf deinen Atem, auf all das, was physisch wahrnehmbar ist. Wähle bewusst Musik der Energie eins und bringe dich ins Fühlen. Das ist dein Notausgang.
Nicht das Fühlen, was aus der verstrickten Gedankenakrobatik entsteht, sondern das reale physische Fühlen gibt dir Bodenhaftung und Orientierung. Das physische Fühlen ist das, was dir die größte Sicherheit darüber gibt, zu existieren.
Das ist auch das Angebot, was dir Psyche und Körper machen, wenn du in Krankheit gehst. Das physische Fühlen als Sortierung und Orientierung, auch wenn es eine unangenehme Empfindung sein sollte. Das orientiert dich. Und wenn dir diese Orientierung im Angenehmen gelingt, ist das selbstverständlich mindestens ebenso legitim und wirksam.
Danke schön. Dann hätte ich noch eine letzte Frage. Vielleicht im Hinblick darauf, welche Chance das ein Kind hinsichtlich meiner Liebesfähigkeit auch bringen könnte. Weil das sehe ich glaube ich immer wenig, wenn ich so in den Ängsten verstrickt bin.
Wir sehen, dass ein Kind insbesondere die anspruchsvolle und wunderschöne Aufgabe beinhalten kann, die Liebesfähigkeit zu dir selbst zu erhöhen.
Das Kind wird dich an dein eigenes Kind sein erinnern. Die Situationen von Hilflosigkeit, aber auch die Momente der puren Freude, der puren Liebe und der unumstößlichen Verbindung erinnern und spüren lassen, die du auch selbst als Kind durchlaufen bist und die in verschiedenen Momenten angstvoll gestört wurde und manchmal auch gar nicht gestört wurde, sondern einfach da sein konnte.
Du kannst also durch ein Kind nicht nur das Kind lieben und dich kümmern und die Freude des Aufwachsensehens und all das erlangen, sondern vor allem einen neuen Zugang zu dir selbst finden. Und du würdest mit Sicherheit immer wieder üben können, dich mit dem Thema Schuld und Verantwortung zu befassen. Und es ist gut und wichtig, dieses Thema zu erforschen.
Und es ist noch besser, sich immer wieder daran zu erinnern, dass eure Einflussmöglichkeiten als Menschen einerseits größer sind als ihr meint und andererseits geringer als ihr meint. Größer, weil du viel mehr bewirkst als du meinst, auch im Guten. Kleiner, weil so vieles energetisch determiniert ist. Und von dir nur marginal beeinflusst werden kann.
Kinder bringen euch an eure Grenzen. Und sie eröffnen himmlische Momente. Du bekommst es nur im Doppelpack. Befasse dich noch einmal mit dem Thema des Alles-Richtig-Machens. Was bedeutet es? Wie möglich oder unmöglich ist es? Und woran würdest du es erkennen können? Auf kurze Sicht, auf mittlere Sicht, auf lange Sicht? Nimm dafür zur Überprüfung ein anderes Thema als das Kinderthema. Und du kannst mit einem banalen, alltäglichen Beispiel beginnen. Wenn du willst.
Möchtest du noch eine letzte Frage stellen?
Würden auch Schwangerschafts-OPs für mich eine sichere Variante sein? Ich habe ja auch durch eine Schwangerschaft eine Möglichkeit für mich, ein Kind zu bekommen. Ich habe ja sehr viele OPs hinter mir in meinem Darm. Und da ist die Befürchtung von mir groß, dass ich Komplikationen hätte. Wäre das dennoch möglich?
Wir sehen es durchaus als eine Möglichkeit an. Ein Kind selbst zu gebären, erfordert von dir die größere Hingabe im Sinne von dem sich etwas auszusetzen, was du nicht kontrollieren kannst. Aber auch die größere emotionale Bindung.
Ein Kind anzunehmen, wird aber auch auf etwas andere Art die gleichen wichtigen Themen in dir bewegen, so wie wir beschrieben haben. Sodass wir es als eine genauso gute Möglichkeit sehen.
Solltest du dich und solltet ihr euch dafür entscheiden wirst du feststellen, dass einige Dinge überraschenderweise sehr viel leichter und unproblematischer sind als du denkst und anderes hinzukommt, an das du noch nicht gedacht hast. Es ist also wie im richtigen Leben.
Und wenn du dich umschaust und die Menschen um dich herum betrachtest, dann kannst du sehen, dass Menschen sehr in der Lage sind, aus den unterschiedlichen Startbedingungen und sonstigen Gegebenheiten etwas Schönes und Kraftvolles zu machen. So wie auch du aus deinen Startbedingungen etwas machen konntest und viele deiner inneren Blumen zum Blühen gebracht hast.
Dann verabschieden wir uns für heute.
Vielen Dank, bis ein anderes Mal.
Wir umarmen euch und wir winken und sagen Aloha und Good Bye.
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Soweit Soprana.
Ich finde es ja immer spannend, dass diese kausale Quelle Aspekte findet, auf die ich so nicht gekommen wäre. Und die Klienten auch nicht. Somit ist eine mediale Durchsage doch was anderes als ein Coaching. Und, wie Soprana auch einmal erwähnte: Jede Durchsage ist immer auch eine Energieübertragung. Ich bin oft überrascht, was eine solche Session in den Menschen alles bewegt.
Wenn Sie ebenfalls eine mediale Beratung haben wollen, gehen Sie einfach mit mir in Kontakt – wir finden bestimmt einen Termin, auf den Sie nicht so lange warten müssen. Wie funktioniert eine mediale Beratung? Lesen Sie hier.
Oder Sie entscheiden sich dafür, das Channeln selbst zu lernen. Biete ich auch an. Schauen Sie hier…
Herzliche Grüße
Marion


So schön, so hilfreich, so Horizont erweiternd !
Danke fürs Teilen und danke an Soprana
Susanne
Liebe Susanne,
da warst du ja pfeilschnell! Danke für dein Lob! 🙂